11.03.2011 - Impulsvortrag zur DIN 18040 im Rahmen des Fachgespräches der Behindertenbeauftragten der Länder

Ende Februar 2011 nahm der Fachverband Türautomation (FTA) am 1. Fachgespräch der Behindertenbeauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, MdB Frau Maria Michalk, mit den sozial- und behindertenpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Länder teil.

Fachgespräch der CDU/CSU-Behindertenbeauftragten mit den sozial- und behindertenpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Länder

Frau Michalk begrüßte die Gelegenheit, sich über die behindertenpolitischen Aktivitäten der Fraktionen auf Bund- und Länderebene auszutauschen. Die Wichtigkeit dieses Informationsaustausches hoben die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, MdB Ingrid Fischbach, und der Vorsitzende der AG Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling, gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hervor. Der Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-BRK soll voraussichtlich am 13. April 2011 ins Bundeskabinett gehen.

Im Rahmen der Aussprache der Ländervertreter stellte sich heraus, dass die Umsetzung der UN-BRK ? mit Blick auf die derzeitigen Haushaltslagen - die Länder vor eine große Herausforderung stellen wird.

Der anschließende Impulsvortrag von Norbert Jeschner, Vorsitzender des FTA, informierte die Teilnehmer zur Neuerscheinung der DIN 18040 ? Barrierefreies Bauen. Die Planungsanforderung an barrierefreies Bauen ändert sich zur Zeit entscheidend, denn die alten Normen DIN 18024 (Barrierefreies Bauen, öffentlich) und DIN 18025 (Barrierefreie Wohnungen) werden zum großen Teil durch die neue DIN 18040 abgelöst.

Da der FTA nachhaltig den Gedanken von barrierefreiem Bauen fördert, hat er maßgeblich an der Erarbeitung der neuen DIN 18040 mitgewirkt. Ein wichtiger Bestandteil beim barrierefreien Bauen sind die Gebäudezugänge, welche in der DIN 18040 ausführlich unter dem Thema Tür und Türautomation behandelt werden. Wesentliche Änderungen sind hierbei z.B., dass Eingangstüren vorzugsweise automatisch sein sollten, denn durch Automatiktüren wird der Komfort für Personen und Publikumsverkehr gesteigert und die Diskriminierung von Behinderten verhindert.

Aus Sicht des FTA muss es das Ziel sein, von vornherein ein Selbstverständnis zur Barrierefreiheit zu schaffen, so dass relevante Aspekte schon bei der Planung und Konzeption u.a. von Gebäuden berücksichtigt werden. Durch das rechtzeitige Einbinden der Gleichstellungsbeauftragten bei größeren Bauvorhaben, können nachträgliche kostenintensive Nachbesserungen vermieden werden.

In der folgenden Diskussion stellte Jeschner die Forderung des FTA heraus, dass die Länder die DIN 18040 in ihre Landesbauordnungen aufnehmen, damit eine flächendeckende Barrierefreiheit gelingen kann. Zum anderen machte er deutlich, dass bereits mit einfachen und kostengünstigen Lösungen das Ziel der Barrierefreiheit zu realisieren ist.